Der TASPO Award – GartenDesigner des Jahres
Gewinner: RAIBLE LandschaftsArchitekten + Ingenieure, Mainz
Überzeugt hat die Jury der eingereichte Wohngarten in Trebur des Büros Raible LandschaftsArchitekten. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus aus den 70er Jahren, das um einen modernen zweigeschossigen Kubus, der innen und außen
eine klare moderne Formensprache spricht, ergänzt wurde. Das gesamte Wohnhaus wurde dabei komplett überarbeitet. Der Garten sollte nach den Wünschen des Bauherrn die moderne Architektur übernehmen und fortführen,
so dass sich eine harmonische Einheit von innen und außen ergibt. Aus diesen Vorgaben entstand der Gartenentwurf, der schlussendlich im Frühjahr 2008 fertig gestellt wurde. Schwebende Holzdecks schaffen Leichtigkeit und verbinden die Gebäude. Die Decks werden als Aufenthaltsbereiche an verschiedenen Tageszeiten genutzt und sind direkt aus den Wohnräumen zu betreten.
Große Trittsteine verbinden diese Decks und führen in den jeweiligen, neuen Gartenraum ein. Jedes Deck hat durch die unterschiedliche Gartenperspektive einen eigenen Charakter – und doch bilden sie eine gestalterische Einheit. Die klare Struktur unterstützen Eibenhecken und Buchsbosketts, Gräser- und Lavendelbänder wurden im Rasen durch Stahlkanten geradlinig gefasst. Die Vasen, bepflanzt mit Lavendel und Agapanthus, schaffen Farbe und Schick.
Qualitativ hochwertige Materialien und Gestaltungsdetails, wie der Brunnen aus Basaltlava, erzeugen eine angenehme und klare Gestalt. Die moderne Gestaltung unter Verwendung klassischer Baumaterialien verspricht, zeitlos zu sein, so beschreibt Hartmut R. Raible selbst den Wohngarten. Sein Mainzer Büro für LandschaftsArchitektur bearbeitet, neben zahlreichen Projekten öffentlicher und kirchlicher Auftraggeber, vor allem exklusive Projekte im Bereich privater Wohngärten. Die Leistungen umfassen neben der Entwurfsplanung die gesamte Werk-/Pflanzplanung, die Ausschreibung und Bauleitung bis hin zur Abnahme der Baumaßnahme. Seit dem Studium von Hartmut R. Raible in Japan bearbeitet das Büro quasi als Steckenpferd auch klassische japanische Gärten für private Auftraggeber und die Deutsch-Japanische Gesellschaft.
Die Finalisten
dirlenbach – garten mit stil Planungsgesellschaft, Geisenheim
- plante einen Dachgarten in Mainz, der sich in vier Bereiche aufteilt: den Stauden- und Wassergarten, den Besprechungsgarten mit Sitzbereich und den Meditiationsgarten. Letzterer geprägt durch das Lichtauge – ein ovales Glas mit LED-Lampenbändern.
droll & lauenstein Garten- und Landschaftsarchitekten, Coburg
- Gleich drei Projekte reichte droll & lauenstein ein. Unter anderem die Wiederherstellung eines historischen Gartens in Würzburg. Haus und Garten entstanden 1890 und erfuhren 2008/2009 eine Rekonstruktion nach alten Fotos und Erinnerungen der Eigentümer.
es Plan + Gartenwerkstatt, Neudrossenfeld
- beschreibt die Komplettrenovierung eines Hausgartens aus den 80er Jahren, aus dem ein Wohlfühl-Wellness-Garten wurde. Dabei flossen die Gebäudefassade und die Farbgebung im Haus in die Gartengestaltung mit ein. Die Hanglage forderte bei der Umsetzung besonders heraus.
Planwerk GEHLE, Lahr
- Über mehrere Jahre arbeitete das Ingenieurbüro an der Fertigstellung des „Handtuchgartens“, weil die Finanzmittel des Auftraggebers nicht immer üppig flossen. Kein Problem für Planwerk, denn schließlich ist ein Garten nie fertig, er wächst und entwickelt sich eigentlich über die Zeit seines Bestehens.

