Der TASPO Award – Unternehmen des Jahres in der Friedhofsbranche
Gewinner: Friedhofsgärtnerei Rehder, Hamburg
Mit einem gestalteten Grabfeld für die Anhänger des Hamburger Sportvereins auf dem Hauptfriedhof Altona in Hamburg hat Lars Rehder für großes Aufsehen gesorgt. Das Grabfeld befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion des HSV und ist nur durch eine Straße von diesem getrennt. Die Gräber sind halbkreisförmig, eben tribünenartig, in drei Ebenen angeordnet. In der Mitte befindet sich das „Spielfeld“, auf das die Verstorbenen zu Lebzeiten so fokussiert waren. Der Rasen des „Spielfeldes“ ist auf Originalerde aus dem Stadion verlegt. Man betritt dieses Themengrabfeld durch ein „Betontor“, das die Maße eines Fußballtores hat. Aus gleichem Material bestehen die diversen Sitzmöglichkeiten im gesamten Areal.
Die Idee entstand, als Wünsche an Lars Rehder herangetragen wurden, wonach sich Fans speziell in Stadionnähe beerdigen lassen wollten. Er selbst wollte immer schon ein etwas anderes Grabfeld auf dem Hauptfriedhof Altona schaffen und so auch den nicht typischen Friedhofsbesucher für das Thema Friedhof interessieren. Nicht zuletzt war die Idee ein gutes Mittel, um den Bekanntheitsgrad seiner Firma zu steigern. In die Erstellung des Grabfeldes wurden auch Auszubildende des Garten- und Landschaftsbaus einbezogen, die in unmittelbarer Nähe des Geländes ihre Überbetriebliche Ausbildung absolvierten. Durchführung und Vermarktung erfolgten in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Hamburger SV.
In dem Grabfeld sind Sarg- und Urnenbeisetzungen in Gemeinschafts- und
Familiengrabstätten möglich. Um das gehobene Niveau der Gestaltung des Areals über lange Zeit zu gewährleisten, ist der Erwerb eines Grabes nur mit dem Abschluss eines Dauergrabpflegevertrages, der mindestens eine Grundpflege abdeckt, möglich. Der Fanfriedhof hat inzwischen sehr viel Interesse im In- und Ausland geweckt. Es gibt Anfragen von anderen Fußballvereinen und Friedhofskollegen, die ähnliche Projekte umsetzen möchten. Die Jury betont deshalb in ihrer Beurteilung den hohen Beispielcharakter des Projektes und sieht eine innovative Bestattungsmöglichkeit mit einem besonderen Marketingwert umgesetzt.
Die Finalisten
Gärtnerei Unruh, Hankensbüttel
- konzipierte einen kleinen, aber repräsentativen Messestand für den Kundenkontakt auf Ausstellungen. Er ist schnell auf- und abzubauen, passt
ohne Berücksichtigung des Sonntagsfahrverbotes in einen Sprinter-Kasten
und sprengt in der Anschaffung nicht den finanziellen Rahmen.
Traute Müller, Kornwestheim
- Als preiswerte Alternative zum Kolumbarium hat das Unternehmen inzwischen drei Urnengärten angelegt. Bei relativ geringem Pflege- und Unterhaltsaufwand kann so ein grüner, blühender Friedhof erhalten werden. Bodendeckermatten sorgen von Anfang an für den Eindruck der Vollbelegung.

