Junge Wissenschaft

David Wamhoff

David Wamhoff von der Leibniz Universität Hannover für die Untersuchung, in welchem Maße die Lichtexposition der Sprossbasis die Ausbildung von Adventivwurzeln von Rosen in vitro beeinflusst. Diese Fragestellung bildet einen Teilaspekt des Promotionsprojekts von David Wamhoff ab, das sich mit der molekularen und bildgebenden Analyse der Adventivwurzelbildung bei Rosen befasst. Diese Untersuchung ist von großem Interesse, da Rosen zu den weltweit bedeutendsten Zierpflanzen zählen und sie fast ausschließlich über vegetative Verfahren vermehrt werden. Vor allem die Veredlungsverfahren, die für Garten- und Schnitt – rosen häufig die einzige Möglichkeit zur Vermehrung darstellen, sind arbeits- und kostenintensiv. Das Interesse an Sorten, die zuverlässig und unter zufriedenstellenden
Erfolgsraten auf „eigener Wurzel“ durch Stecklinge oder über In-vitro-Kultur vermehrt werden können, steigt daher stetig. Für die beantragte Projektarbeit, die die TASPO Stiftung auszeichnet, sollen insgesamt vier identische Lichtmodule gebaut werden, um den unteren
Bereich von In-vitro-Kulturgefäßen beziehungsweise die Sprossbasis von zu bewurzelnden Sprossen von dem Umgebungslicht abzuschotten. Dimmbare LEDs verschiedener Wellenlängenbereiche sollen im Boden integriert werden, um den Einfluss jener Wellenlängenbereiche
und verschiedener Lichtintensitäten überprüfen zu können. Dieser Versuchsaufbau ermöglicht erstmals eine fundierte Untersuchung des Einflusses der Lichtexposition der Sprossbasis auf die Adventivwurzelbildung bei Rosen und weiteren Pflanzenarten in vitro. Im Labor der
Abteilung Gehölz- und Vermehrungsphysiologie an der Leibniz Universität Hannover sind bereits rund 150 Rosengenotypen in vitro etabliert. Darunter befindet sich eine Vielzahl an Genotypen, die sehr schwer bis gar nicht zu bewurzeln sind. Insbesondere für diese kann
durch den neuartigen Ansatz der In-vitro-Bewurzelung das Vermehrungspotenzial gegebenenfalls erheblich gesteigert werden. Im Rahmen des hier beantragten Projekts sollen ausgewählte Genotypen, deren geringe Bewurzelungsfähigkeit aus vorangegangenen Untersuchungen bereits bekannt ist, verschiedenen Behandlungen in dem Belichtungsmodul ausgesetzt werden, um die Adventivwurzelbildung zu steigern und den Effekt der Lichtapplikation an der Sprossbasis zu beschreiben.

 

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